Der Haushalt der Propsteipfarrei St. Ludgerus 2021

Kirchenvorstand beschließt Haushalt für das Jahr 2021 - 

Etat ist im Planansatz nicht ausgeglichen

Der Kirchenvorstand der Propsteipfarrei St. Ludgerus hat in seiner Sitzung am 15. November 2020 den Haushalt für das Jahr 2021 beschlossen. Im Vorfeld waren die wesentlichen Eckpunkte dieses Haushaltes mit Vertretern des bischöflichen Generalvikariats erörtert und abgestimmt worden. Diese Eckpunkte orientieren sich an den Inhalten des Votums zur Entwicklung der Propsteipfarrei St. Ludgerus in Essen-Werden vom Dezember 2017.

 

Der Haushalt für das Jahr 2021 schließt mit 832.610 Euro an Einnahmen und 1.026.060 Euro an Ausgaben ab. Er weist somit ein Defizit in Höhe von 193.450 Euro aus

 

Diese Tatsache eines nicht ausgeglichenen Haushaltes ist bereits im Votum dargestellt (siehe Graphik auf Seite 25 des Votums) und beläuft sich dort auf ein negatives Ergebnis von rund 95.000 Euro. Grund hierfür sind die finanziellen Auswirkungen der mit dem Votum im Jahr 2017 getroffenen Entscheidungen. Allerdings hat sich dieser fehlende Betrag durch die Auswirkungen des zwischenzeitig gestarteten Pfarreientwicklungsprozesses und bereits in der Umsetzung befindlicher daraus resultierender Projekte nochmals erhöht. Dieses bestehende Defizit ist durch aktuell vorhandene Rücklagen gedeckt.

Die Einnahmen entstammen etwa zur Hälfte aus Zahlungen des Bistums Essen und sonstigen Körperschaften, u.a. der Fördervereine. Weitere 37 Prozent ergeben sich aus der Vermietung und Verpachtung von Mietobjekten, Erbbauzinsen und zeitweiser Überlassung kirchlicher Räumlichkeiten. 9 Prozent der Einnahmen beruhen auf Kollektengeldern und kirchlichen Gebühren. Die restlichen 4 Prozent sind sonstigen Geldflüssen zuordnen.  

Fast die Hälfte der Ausgaben entfallen auf die Bezahlung des beschäftigten Personals  der Pfarrei. 9 Prozent der Aufwendungen werden für die Ausgestaltung der Gottesdienste benötigt. Die Energie- und Wasserkosten schlagen mit 11 Prozent zu Buche, während die Kosten für die Gebäudereinigung und die Verkehrskosten 7 Prozent ausmachen. Für die bauliche und betriebliche Instandhaltung einschließlich der Grundbesitzabgaben sind 21 Prozent des Gesamtbudgets zu veranschlagen. Sonstigen Geldflüssen sind bei den Ausgaben 5 Prozent zuzuordnen. 

Im Vergleich der Haushaltsaufstellung seit dem Jahr 2018 ist zu erkennen, dass sich eine immer größere negative Differenz zwischen den zu erzielenden Einnahmen und den zu tätigenden Ausgaben ergibt. Konnte im Jahr 2018 ein fast noch ausgeglichener Haushalt aufgestellt werden, so war dies in den darauffolgenden Jahren nicht mehr möglich.

 

Dies liegt vor allem in der Reduzierung der Schlüsselzuweisungen des Bistums an die Pfarrei begründet, die sich bis zum jetzigen Jahr 2021 jährlich um rund 50.000 Euro reduziert haben. Ab dem Jahr 2022 soll diese Zuweisung gemäß den bisherigen Planungen des Bistums auf diesem jetzigem Niveau verbleiben. Dieser Rückgang des Sockelbetrags kann durch Steigerung anderer Einnahmequellen nur bedingt ausgeglichen werden. Bei einem bislang fast gleichen pastoralen Angebot der Pfarrei, bei unverändertem Gebäudebestand und bei Aufrechterhaltung der personellen Besetzung war eine Einsparung an Ausgaben im gleichen Umfang nicht möglich.

Der gegenüber dem Jahr 2020 dargestellte Anstieg von Ausgaben und Einnahmen liegt vorrangig in der Schaffung einer zunächst befristeten Stelle als Jugendbeauftragte(r) für die Pfarrei begründet. Die hierfür anfallenden Personalkosten werden zum großen Teil aus dem Innovationsfonds des Bistums Essen refinanziert. Dieser Umstand lässt sich sowohl am Anstieg der Ausgaben für Personal als auch an den gegenüber dem Jahr 2020 höheren sonstigen Zahlungen des Bistums ablesen.

 

Um die Höhe von Einnahmen und Ausgaben in den folgenden Jahren wieder anzugleichen, ist nun eine Weiterentwicklung und Konkretisierung der im Votum für die vier Gemeinden aufgezeigten Optionen zwingend notwendig. Denn der Rückgang der Anzahl an Gläubigen erfordert auch eine Konzentrierung auf hieran angepasste räumliche und personelle Rahmenbedingungen.

 

Dies ist eine für alle nicht einfache Situation, teilweise mit schmerzlichen Veränderungen verknüpft und mitunter von Schwierigkeiten bei der kommenden Ausgestaltung der aufgezeigten Optionen geprägt. Und trotz dieser notwendigen und angedachten Umgestaltungen wird die wirtschaftliche Konstellation der Pfarrei weiterhin von der Herausforderung begleitet sein, die Haushalte der kommenden Jahre ausgeglichen zu gestalten.

 

Perspektivisch darf bei allem die pastorale Seite nicht aus dem Blickfeld geraten. Dies ist dadurch gewährleistet, dass alle dargelegten finanziellen Anpassungen – wie im Votum der Pfarrei verankert – von der grundlegenden Zielsetzung begleitet sind, in allen vier Gemeinden auch weiterhin als Pfarrei präsent zu seinBeiden Aspekten wird mit den aktuell laufenden Projekten in St. Ludgerus und in St. Markus Rechnung getragen. Denn nur so lässt sich Kirche vor Ort auch zukünftig gestalten.  

 

 

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Der Haushalt der Propsteipfarrei St. Ludgerus 2021
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