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Erstmals wieder Gottesdienst-Feiern

Am Sonntag, 17. Mai 2020, wird es in der Basilika St. Ludgerus und in der Kirche St. Markus jeweils zeitgleich um 10.30 und 18.00 Uhr kleine Wort-Gottes-Feiern geben. Diese Gottesdienste sollen erste Erfahrungen sammeln, um für die kommenden Sonn- und Werktage weitere Entscheidungen vorzubereiten. Wichtig ist: es geht um ein behutsames und vorsichtiges Ausprobieren und bedeutet keine Regelung für die kommende Wochen und Monate. Auch für die Feste Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam wurden bewusst noch keine Entscheidungen getroffen.

 

Vorbereitungen

 

In der Basilika St. Ludgerus stehen 52, in der Kirche St. Markus 60 Sitzplätze bereit. Sie haben jeweils einen Abstand von 2 Metern in jeder Richtung. Das bedeutet, dass nur jede zweite Bankreihe genutzt wird und lediglich die Eckplätze bereit stehen. So bleiben die vorge schriebenen Mindestabstände gewahrt. Für Paare und Familien im gleichen Haushalt stehen eigens markierte Reihen bereit. Am Samstag, 16. Mai 2020, werden die Kirchenräume hergerichtet und die Ordner in ihre Aufgaben eingewiesen. Für alle Ordner steht darüber hinaus ein kleines Merkblatt mit den Abläufen zur Verfügung. In jeder Wort-Gottes-Feier kommen mindestens 4 Ordner zum Einsatz. Die ansonsten ausliegenden Gebet- und Gesangbücher werden so beiseite geräumt, dass ein vertrauter Zugriff nicht möglich ist. Die Gänge sind auf dem Boden mit Pfeilen und die Plätze in den Bänken mit Schildern gekennzeichnet. An den Türen stehen Desinfektionsmittel und Aufsteller mit Hinweisen auf die nötigen Verhaltensweisen bereit. 

 

Ablauf

 

Alle Besucherinnen und Besucher und ebenso alle beteiligten ehrenamtlichen Ordner und hauptberuflich Beteiligten tragen vor und beim Betreten bzw. beim Verlassen der Kirchen einen Mund-Nase-Schutz. Dies kann entfallen, sobald und solange die Plätze eingenommen sind. 

Beim Warten vor den Kirchen ist darauf zu achten, dass der Abstand von 1,5 m eingehalten wird. Die Kontaktdaten aller Mitfeiernden werden am Eingang von den Ordnern in Listen eingetragen; diese Listen werden unter Berücksichtigung der entsprechenden Datenschutzverordnung und nach Empfehlung des Krisenstabes im Bischöflichen Generalvikariates etwa vier Wochen aufbewahrt und anschließend vernichtet. 

Die Mitfeiernden werden vor dem Eintritt in die Kirche darauf hingewiesen und gebeten, dass sie auf die Teilnahme am Gottesdienst verzichten sollen, wenn sie sich krank oder unwohl fühlen oder Kontakt hatten zu Menschen, die an Covid 19 erkrankt sind oder positiv getestet wurden.

 

Die Anzahl der Mitfeiernden darf die Zahl der vorhandenen Sitzplätze nicht überschreiten; hier müssen ggf. Besucherinnen und Besucher abgewiesen werden.

 

Die Türen der Kirchen werden eine halbe Stunde vor Beginn der Feier durch die Ordner geöffnet. Der Eingang zur Basilika erfolgt über die kleine markierte Rampe vor dem mittleren Portal mit den automatischen Flügeltüren, der Ausgang über das Portal am Marienaltar. Die hintere sogenannte Paradiestür bleibt geschlossen. Der Eingang zur Kirche St. Markus erfolgt über zwei Türen des Hauptportals, der Ausgang über die Tür zum Friedhof. Von dieser Regelung unberührt sind in den Kirchenräumen die vorgegebenen Fluchtwege für den Notfall.

 

Mindestens zwei Ordner innerhalb der Kirche achten darauf, dass die Mitfeiernden sich nach der Desinfektion ihrer Hände direkt auf ihre Plätze begeben. Sobald der Gottesdienst beginnt, werden die Türen durch die Ordner geschlossen. Ein weiterer Zutritt ist dann nicht mehr möglich. Am Ende des Gottesdienstes öffnen die Ordner die Türen für die vorgesehenen Ausgänge. Eine Kollekte erfolgt nicht.

 

Gestaltung

 

Auf Glockengeläut vor den Gottesdiensten wird verzichtet. Da das Singen untersagt ist, werden die Feiern weitestgehend mit Instrumentalmusik oder Kantorengesängen gestaltet. Inhalte sind eine Lesung und das Evangelium des 6. Sonntags in der Osterzeit / Lesejahr A, eine kurze Ansprache sowie Fürbitten, Vater unser und Segen. Ein/e Lektor/in kann neben dem Leiter der Feier mitwirken; Messdiener sind nicht vorgesehen. Insgesamt soll der Gottesdienst nicht länger als maximal 30 Minuten dauern. Die Texte und der Ablauf der Wort-Gottes-Feier liegen am Sonntag in der Kirche zur Mitnahme bereit und werden auf der Homepage veröffentlicht, sodass auch Gläubige, die nicht vor Ort mitfeiern konnten, auf diese Weise verbunden bleiben.

 

Abschluss

 

Ansammlungen auf den Kirchplätzen sind nach Abschluss des Gottesdienstes nicht möglich; darauf muss am Ende noch einmal deutlich hingewiesen werden. Nach den Gottesdiensten werden die Kontaktflächen (Bänke, Klinken, Mikrofone usw.) gründlich gereinigt und die Kirchenräume kräftig durchgelüftet.

 

Nachbereitung

 

Am 19.05.2020 werden in den jeweiligen Sitzungen des Pastoralteams und des Kirchenvorstandes die Erfahrungen ausgewertet und weitere Entscheidungen für die kommenden Sonn- und Feiertage vorbereitet. Am selben Tag erfolgt ein weiterer Austausch unter den Essener Pfarrern. Am 27.05.2020 wird sich der Pfarrgemeinderat mit dem weiteren Angebot und der Gestaltung von Gottesdiensten während der Coronazeit beschäftigen.

 

Fotos: Achim Pohl | Bistum Essen / lou