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Benediktiner-Abt Laurentius aus Gerleve unterstützt Propsteipfarrei

Abt Laurentius Schlieker OSB aus der Benediktinerabtei Gerleve in Billerbeck wird zum Weißen Sonntag nach 13 Jahren seine Oberen-Zeit im Kloster beenden. Die Statuten der Ordenskongregation sehen vor, dass ein scheidender Abt für ein halbes Jahr sein Kloster verlässt, um dem Convent die Möglichkeit zu geben, sich neu zu sammeln und einen neuen Abt zu wählen.

 

Nach Absprache mit Bischof Overbeck wird Abt Laurentius die Gastfreundschaft im Bistum Essen genießen und von Mitte April bis Ende Oktober in der Propsteipfarrei St. Ludgerus wohnen.

 

"Nach rund 200 Jahren zumindest zeitweise wieder einen Benediktinerabt in Werden zu wissen, ist sicher ein schönes Zeichen der Verbundenheit mit der Geschichte der Abtei und der Basilika", freut sich Propst Jürgen Schmidt.  "Abt Laurentius hat angeboten, nach der Aufhebung der Corona-Einschränkungen auch liturgische Dienste in der Gemeinde zu übernehmen. Dafür sind wir ihm sehr dankbar und heißen ihn in Werden herzlich willkommen."

 

Abt Laurentius Schlieker stammt aus Castrop-Rauxel. Nach dem Abitur trat er in die Benediktinerabtei Gerleve ein. Auf das Theologiestudium in Rom folgte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker in Aachen. In der Gerlever Jugendbildungsstätte begleitete er viele Jugendgruppen und Schulklassen. Vielen Menschen aller Altersgruppen stand er als Seelsorger zur Seite. Im In- und Ausland gab er Orgelkonzerte. 2006 wählten ihn die Gerlever Mönche für drei Jahre zum Prior-Administrator, 2009 zu ihrem Abt. Als Leiter der Abtei setzte er sich besonders für die Jugendarbeit ein und konnte Ende 2015 den Neubau der Jugendbildungsstätte einweihen. Die in Gerleve traditionell engen Beziehungen zum Bistum Münster konnte er noch intensivieren.
  

Nach seiner Sabbatzeit in Essen-Werden wird Abt Laurentius nach Gerleve zurückkehren, um dort wieder als Seelsorger und Organist tätig zu sein. 

 

 

Foto: Abtei Gerleve