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Corona-Krise: Regelungen für die Pfarrei St. Ludgerus

 

Liebe Schwestern und Brüder

in unserer Pfarrei und ihren Gemeinden,

liebe Besucherinnen und Besucher unserer Kirchen und Kapellen.

 

Am Sonntag, 15. März 2020, hat unser Bischof für das Bistum Essen einheitliche Regelungen und Anordnungen im Umgang mit der Ausbreitung des Corona-Virus getroffen. Sie können den Text in den Aushängen an den Kirchen und auf der Homepage des Bistums Essens oder der Propsteipfarrei St. Ludgerus nachlesen.

 

Konkret bedeutet dies für unsere Pfarrei und ihre Gemeinden:

 

 ·      Gottesdienste und geistliches Leben

Alle Gottesdienste an den Sonn- und Feiertagen und ebenso an den Werktagen werden ab Montag, 16. März 2020, auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Dies gilt für alle Kirchen in den Gemeinden und ebenso für die Kapellen in den Krankenhäusern und Altenheimen.

Die Basilika St. Ludgerus und die Lucius-Kirche sowie die Kirchen St. Kamillus und St. Markus bleiben tagsüber – wie bisher – für das persönliche Gebet geöffnet. Dort finden Sie zwei Gebete des Innsbrucker Bischofs Hermann Glettler und der italienischen Bischofskonferenz; sie verbinden uns untereinander und zugleich mit den Menschen in Europa und in der ganzen Welt, die von derselben Krise betroffen sind wie wir.

Die Mitglieder des Pastoralteams veröffentlichen täglich - zunächst bis Ostern - einen geist-lichen Impuls auf der Homepage der Pfarrei.

Zugleich weisen wir hin auf die Gottesdienstübertragungen im Rundfunk, Fernsehen und Internet, die eine gute Möglichkeit zur Mitfeier der kirchlichen Liturgie bieten.

  

·        Kar- und Osterliturgie

Gemeinsame Feiern der Kar- und Ostertage sind in diesem Jahr nicht möglich. Wie diese besonderen Tage des Kirchenjahres in der aktuellen Situation dennoch begangen werden können, wird zurzeit geprüft.  Sobald es dazu Entscheidungen gibt, werden wir Sie zeitnah informieren.

 

 ·       Vorbereitung der Erstkommunion

Die Vorbereitung auf die Erstkommunion wird ausgesetzt. Alle bereits terminierten Erstkommunionfeiern werden abgesagt und nach aktuellem Stand frühestens in der zweiten Jahreshälfte nachgeholt. Da wir nicht wissen, wie lange die Gefährdung durch den Corona-Virus dauern wird, können wir noch keine neuen Termine festlegen. Die Kommunionkinder und ihre Familien erhalten dazu in diesen Tagen einen persönlichen Brief.

 

 ·      Trauungen und Taufen

Trauungen und Taufen sollen verschoben werden. Diese Feiern von Familien und mit Freunden haben einen hohen Wert und bedürfen eines festlichen Rahmens. Dieser kann zurzeit nicht gewährleistet werden. Deshalb bitten wir alle betroffenen Paare und Eltern, mit dem Pfarrbüro Kontakt aufzunehmen und notwendige Absprachen zu treffen.

 

 ·      Beerdigungen und Begleitung von Trauernden

Beerdigungen können weiter stattfinden, nach den Vorgaben der städtischen Behörden allerdings nur in einem möglichst kleinen Kreis. Trauernde, die durch den Tod einen lieben Menschen verloren haben, brauchen Trost und Anteilnahme. Dies soll weiterhin gewährleistet sein. Mit den Angehörigen der Verstorbenen wird in angemessener Weise nach gemeinsamen Lösungen gesucht. Sobald die Virusgefährdung vorüber ist, wird in den jeweiligen Gemeinden ein gemeinsames Requiem für die Verstorbenen gefeiert.

 

·       Kirchliche Gebäude und Veranstaltungen

Ab sofort sind alle Pfarr- und Gemeinderäume geschlossen; gleiches gilt für die Jugendheime und kirchlichen Büchereien. Alle Veranstaltungen der Pfarrei und der Gemeinden sind abzusagen oder auf einen späteren Zeitraum zu verlegen. Dies betrifft ebenso die Proben von Chören, die Treffen von Kinder- und Jugendgruppen, die Sitzungen von Gremien und die Versammlungen von Vereinen und Verbänden.

 

·        Verwaltung der Pfarrei und Seelsorge in den Gemeinden

Das Pfarrbüro, die Gemeindebüros und Kontaktstellen sind nur noch telefonisch oder per Email zu erreichen. Es gibt zurzeit keine Öffnungszeiten vor Ort. Die Mitglieder des Pastoralteams stehen weiterhin für seelsorgliche Anliegen zur Verfügung und sind über die bekannten Kontaktdaten erreichbar.

 

In der aktuellen Lage liegen uns die Gesundheit der Bevölkerung und das Wohl vor allem der älteren und schwachen Menschen besonders am Herzen. Hier ist unser aller Solidarität gefragt, - auch unsere Menschlichkeit, die gerade in Zeiten der Angst und Unsicherheit von hoher Bedeutung ist. Kleine Zeichen der Kontaktnahme und Nachbarschaftshilfe zeigen oft große Wirkung. Niemand soll den Eindruck haben, dass er vergessen oder ausgeschlossen sei. Im Gegenteil:  Alles, was uns möglich ist, sollten wir tun, um den Schutz der Bevölkerung zu sichern und dabei den einzelnen Mitmenschen nicht zu vernachlässigen.

 

Ich bin sehr dankbar, dass es dazu in den letzten Tagen bereits viel Einsatz und Bereitschaft gegeben hat. Und ich bitte Sie alle, in diesem Eifer und Engagement nicht nachzulassen. Vielleicht können uns diese guten Werke - mehr als je zuvor - einstimmen und vorbereiten auf ein außergewöhnliches Osterfest. Möge Gott uns mit seinem Beistand begleiten, um das zu tragen, was uns derzeit aufgegeben ist. Seien Sie gut behütet und bleiben Sie gesund.

 

Jürgen Schmidt

Propst

 

 

Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen